Ladezeit = Konversionsrate.

Digitalisierung

Webseiten Ladezeit: Auswirkung auf Konversion und Ranking



Langsame Webseiten und lange Ladezeiten nerven. Eine Webseite die eine Interaktionsgeschwindigkeit eines Faultieres an den Tag legt, schreckt nicht nur Erstbesucher einer Webseite ab. Eine langsame Webseite wird auch Bestandskunden auf Dauer zum Verlassen verleiten. Eine 2015 durchgeführte Studie der „Global Consumer Online Shopping Expectations“ und dem Performance-Speziallisten „Dyn“ legt offen, dass eine lange Ladezeit die Konversionsrate einbrechen lässt.

Doch auch Google reagierte bereits 2010 mit einem Update des Suchalgorithmus. Seitdem fließt die Webseiten Ladezeit als Rankingfaktor mit in die Bewertung ein. Somit weisen Webseiten mit einer langen Ladezeit ein schlechteres Ranking auf, als jene, welche auf Performance-Optimierung setzen. In diesem Beitrag beleuchten wir den Einfluss der Ladezeit einer Webseite auf die Konversionsrate und das Ranking und zeigen in unserer Beitragsserie, wie wir als Kölner Full Service Agentur die Ladezeit bei Kundenprojekten verbessern und damit die Konversionsrate steigern.

Mehr als 3 Sekunden Ladezeit und der Besucher ist weg

Wie schnell ist schnell? Dies ist für viele natürlich ein subjektiver Eindruck. Zudem hängt die Ladezeit der Webseite auch von unbeeinflussbaren Faktoren, wie die Verbindungsgeschwindigkeit (Edge, LTE, DSL, Glasfaser) des Besuchers, ab. Doch auf der technischen Seite kann man viel Einfluss nehmen, um die bestmögliche Performance der Webseite zu ermöglichen. Denn potenzielle Kunden sind ungeduldig. Dies zeigt eine 2015 international durchgeführte  [] der „Global Consumer Online Shopping Expectations“ und „Dyn“.

Konversionsrate steigern durch Verbesserung der Ladezeit

Infografik zur Veranschaulichung der Absprungrate nach 3 Sekunden Ladezeit - Grafik: Saskia Overath / :kostal design
Infografik zur Veranschaulichung der Absprungrate nach 3 Sekunden Ladezeit - Grafik: Saskia Overath / :kostal design

In einer globalen Studie unter 1.400 Verbrauchern waren sich 85 Prozent der Probanden einig: Eine langsame Webseite respektive Onlineshop wirkt sich negativ auf das Vertrauen zum Online-Verkäufer aus. 65 Prozent, also fast zwei Drittel, der Studienteilnehmer haben ihren Einkauf abgebrochen, wenn die Webseite länger als 3 Sekunden zum Laden gebraucht hat. Dies führt zu einer niedrigen Konversionsrate. Und Kunden gaben der Webseite nach einer negativen Erfahrung mit der Ladezeit selten eine zweite Chance. Im Durchschnitt versuchten nur 65 Prozent der Besucher einen zweiten Anlauf, wenn es beim ersten Laden nicht funktionierte. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass man durch eine schlechte Performance 35 Prozent seiner Kunden verliert – für immer.

Konversions- und Einnahmenverlust

Infografik zum Umsatzausfall und Konversionsverlust bei Google und Amazon - Grafik: Saskia Overath / :kostal design
Infografik zum Umsatzausfall und Konversionsverlust bei Google und Amazon - Grafik: Saskia Overath / :kostal design

Auch die Internetriesen Amazon und Google haben ähnliche Zahlen zum Zusammenhang zwischen Konversionsrate und Ladezeit in durchgeführten Experimenten belegt. Bei Google führte ein um 0,9 Sekunden langsamerer Seitaufbau zu einem unglaublichen Traffic- und Werbeeinnahmenverlust von 20 Prozent []. Amazon verzeichnete ein Rückgang der Verkäufe um 1 Prozent je 0,1 Sekunden längere Ladezeit [], dies zeigt die Auswertung von Standford Data Mining und Amazon in einer Präsentation zu der Studie.

Einnahmenverlust durch lange Ladezeit – Eine Beispielrechnung

Um zu verdeutlichen, wie schmerzhaft sich eine langsame Webseite auf die Einnahmen eines Unternehmens auswirkt, ziehen wir ein paar fiktive Zahlen als Beispiel hinzu. In dem folgenden Rechenbeispiel nehmen wir die Urlaubsbuchungs-Webseite der imaginären Firma „ACME“ zu Hand. Wir gehen davon aus, ACME hat 1.000 Besucher pro Tag und einen durchschnittlichen Umsatz von 500,- Euro je Kunde.

Infografik zur Verdeutlichung des Umsatz- und Konversionsverlust bei langer Ladezeit - Grafik: Saskia Overath / :kostal design
Infografik zur Verdeutlichung des Umsatz- und Konversionsverlust bei langer Ladezeit - Grafik: Saskia Overath / :kostal design

Bei einer angenommenen Konversionsrate von 1 Prozent hat ACME also 10 zahlende Kunden pro Tag. Bei einer Ladezeit von mehr als 3 Sekunden bedeutet dies also ein Konversionsabbruch von 35%. Das heißt, ACME hat dadurch 3 bis 4 Kunden verloren – im schlimmsten Fall an die schnellere Konkurrenz. Nun klingen 3 bis 4 Kunden als Zahl noch nicht so überzeugend? Dann bringen wir nun die verlorenen Kunden mit dem Umsatz des Unternehmens in Verbindung. Das macht in Summe einen Umsatzverlust von 1.500,- bis 2.000,- Euro pro Tag! Oder auf den Monat gesehen satte 45.000,- bis 60.000,- Euro Einnahmenverlust durch eine langsame Webseite. Reduziert man die Ladezeit bei ACME um die Hälfte, kann der Umsatzverlust ebenso halbiert werden.

Ranking-Faktor Ladezeit: Schnelle Webseite als Wettbewerbsvorteil

Wenn man seine Stammbesucher nicht schon durch eine langsame Webseite verliert, wird das schlechtere Ranking für langsame Webseiten auch kaum oder wenig Neukunden an Land spülen. Der Suchmaschinengigant Google hat bereits 2010 in einem offiziellen Blogbeitrag verkündet, dass die  [] haben wird.

Google schreibt, dass die Ladezeit zwar nicht so schwer gewichtet wird, als die Relevanz des Inhaltes, doch es ist davon auszugehen, dass der Bewertung im Rankingalgorithmus mehr Aufmerksamkeit zugesprochen wird, gerade wenn es um mobile Webseiten geht. Denn hier hat der Besucher meist nur Zugriff auf eine langsamere Datenverbindung seines Handynetzbetreibers als am heimischen PC.

„Die Websitegeschwindigkeit gibt an, wie schnell eine Website auf Webanfragen reagiert […] Daher haben wir uns dafür entschieden, die Websitegeschwindigkeit bei unseren Suchrankings zu berücksichtigen. Wir ziehen viele Faktoren heran, um die Geschwindigkeit einer Website im Vergleich zu anderen Websites zu ermitteln […]“

Warum die Ladezeit Ihrer Webseite verbessern?

Zusammenfassend hat die Ladezeit einer Webseite also in vielen Bereichen Einfluss auf den Erfolg des Projektes und die Steigerung der Konversionsrate. Durch eine schlechte Performance verliert man auf der einen Seite Bestandskunden, respektive wird ein fast abgeschlossener Kauf abgebrochen. Zudem mindert eine träge reagierende Webseite das Vertrauen der Besucher. Auf der anderen Seite verliert man mit einer langsamen Internetseite potenzielle Neukunden beim Erstbesuch.

Doch auch auf das Suchranking hat die Ladezeit einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Bewegt man sich beispielsweise in einem harten Konkurrenzkampf mit Mitbewerbern, so wird der Konkurrent mit der schnelleren Webseite eine bessere Positionierung in den Suchmaschinen aufweisen als die gemächlichere Website. Vor allem im Hinblick auf die mobilen Besucher, welche in der Regel nur eine langsamere Internetverbindung zur Verfügung haben.

Konversionsrate erhöhen und Ranking verbessern

Wir als  helfen, Ihr Projekt zum Erfolg zu führen. Bei der Programmierung von Webseiten legen wir dabei bereits von Anfang an einen hohen Stellenwert auf die Ladezeit und wissen um die Signifikanz dieser Eigenschaft als Grundlage für den Erfolg Ihres Vorhabens.


[] http://etailment.de/thema/studien/Ungeduldige-Online-Kunden-Drei-Sekunden-bis-zum-Abbruch-3070, Abgerufen: 4. April 2016
[] O’Reilly Media, Inc. (15. Juli 2008) – Website Optimization (ISBN: 978-0-596-51508-9) – Kapitel: Web Performance Optimization
[] Stanford Data Mining, https://sites.google.com/site/glinden/Home/StanfordDataMining.2006-11-28.ppt, Abgerufen: 4. April 2016
[] https://webmasters.googleblog.com/2010/04/using-site-speed-in-web-search-ranking.html, Abgerufen: 4. April 2016